Erfahrungsberichte Auslandssemester
Erfahrungsbericht Auslandssemester in Brünn: Veronika Valouchová, 5. Semester, Sprache: Tschechisch

Erfahrungsbericht Auslandssemester in Brünn: Veronika Valouchová, 5. Semester, Sprache: Tschechisch

Ein Auslandsaufenthalt bietet zahlreiche Möglichkeiten

Veronika Valouchová berichtet über ihren Erasmus-Aufenthalt an der Partneruniversität Masarykova Univerzita in Brünn, Tschechien

Sprache-Wirtschaft-Kultur – genauso vielfältig, wie sich das Studium anhört, ist es auch! Darüber hinaus bietet ein Auslandsaufenthalt zahlreiche Möglichkeiten.

Im Laufe meines Studiums durfte ich schon einen Erasmus-Aufenthalt und ein Praktikum im Ausland absolvieren. Von all den Erfahrungen, Erkenntnissen und auch einigen Tipps, die ich dadurch mitnehmen konnte, möchte ich in diesem Blog-Beitrag berichten.

Die Bewerbung und Vorbereitung des Erasmus-Aufenthaltes

Der Beginn eines kleinen Abenteuers in Brünn, Tschechien

Um die slawische Kultur sowie meine Schwerpunktsprache Tschechisch noch besser zu erlernen, habe ich das Angebot genutzt und mich bereits im zweiten Semester meines Studiums für einen Erasmus-Aufenthalt an der Partneruniversität Masarykova Univerzita in Brünn, Tschechien beworben. Bei der Bewerbung an der Universität sowie der Planung des Auslandsaufenthaltes wurde ich von meinen Professor*innen unterstützt. Die Auswahl möglicher äquivalenter Lehrveranstaltungen wurde geplant, damit diese in Salzburg angerechnet werden können. Nach der erfolgreichen Bewerbung an der Partneruniversität und der Zusage, dort das nächste Wintersemester verbringen zu dürfen, erwartete mich nach den ersten beiden erfolgreich abgeschlossenen Semestern ein kleines Abenteuer. Das erste Mal im Ausland studieren – in einer fremden Stadt. Doch zuerst waren die Sommerferien angesagt – in diesen habe ich mich dazu entschlossen, die Stadt Brünn ein bisschen näher kennenzulernen, da ich zuvor nur einmal dort gewesen bin. Schließlich würde ich ab September dort fast ein halbes Jahr verbringen.

Zimmersuche - Orientation Week - Erasmus Student Network

Wohnheim - Stadtführung - Veranstaltungen & Partys - internationale Freundschaften - persönlicher Buddy

Als nächstes beschäftigte mich die Frage, wo ich denn für die nächsten fünf Monate wohnen würde. Zum Glück gab es von der Partneruniversität Angebote für die Buchung eines Zimmers in einem Studentenwohnheim. Zur Auswahl standen insgesamt drei, ich habe dann eins gewählt, welches die beste Verbindung zu öffentlichen Verkehrsmitteln hatte.

Zusätzlich zur Anmeldung für das Wohnheim, gab es noch die Möglichkeit, eine Orientation week zu buchen. Diese fand ca. eine Woche vor Semesterbeginn statt. Sie diente dazu, dass Erasmus-Studierende die Stadt kennenlernen konnten, um neue Kontakte zu knüpfen und auch Organisatorisches, wie z. B. die Ausstellung einer Halbjahreskarte für die öffentlichen Verkehrsmittel.

ESN – Erasmus Student Network heißt diese Organisation, die Erasmus-Studierenden die Möglichkeit bietet, die Stadt besser kennenzulernen und sich nicht allein zu fühlen bzw. um sich besser in der neuen Umgebung zurecht zu finden. Dieses Netzwerk organisiert verschiedene Veranstaltungen, unter anderem eine wöchentliche Party, um als Erasmus-Studierende*r, aber auch als Studierende*r vor Ort, die nicht ihren Auslandsaufenthalt dort absolvieren, zusammenzubringen. Jede Woche gab es eine andere Motto-Party und auch diverse unterschiedliche Veranstaltungen, wie einen Boot-Trip, wöchentliche Pub-quizes, oder auch Boardgames. Außerdem fand jede Woche eine Country presentation statt, in der ein paar Länder vorgestellt wurden. Dabei wurde dann von verschiedenen Erasmus-Studierenden eine Präsentation über das Heimatland, sowie auch dessen Essen und Getränke vorbereitet. Da kamen Studierende aus aller Welt zusammen und man konnte sich über Gott und die Welt austauschen. Zusätzlich hatte man vor Ort die Möglichkeit (oder vorab), sich mit einem sogenannten „Buddy“ kurzuschließen.

Dieser Buddy war dann einen persönlich zuständig und stand einem für Fragen, das Studium, die Einschreibung der Fächer oder etwaige organisatorische Angelegenheiten betreffend, zur Verfügung. Außerdem hatte man die Gelegenheit, mit seinem Buddy seine Sprachkenntnisse zu vertiefen und wiederum dessen Sprachkenntnisse in Deutsch und Englisch zu verbessern.

Das Semester an der Masarykova Univerzita, Brünn

Nach der Orientierungsphase, ging es nun an die Universität. Am ersten Tag gab es noch für alle Erasmus-Studierende (die am gleichen Fachbereich, also an der Faculty of Arts) studierten eine Einführung in das Online-System für die Lehrveranstaltungen, Bibliothek und die Zugänge usw. Nachdem musste ich einen Einstufungstest machen, damit mein Sprachniveau besser eingeschätzt werden konnte und ich in eine passende Klasse eingeteilt wurde.

Ich habe mich in diesem Semester dazu entschieden, mich speziell auf die slawischen Fächer zu konzentrieren und die Sprache so gut wie möglich zu verbessern. Deswegen habe ich nach dem Einstufungstest eine Klasse besucht, in der ich zusätzlich die Phonetik, Grammatik, das Verfassen von Essays und Kommunikation lernen konnte. Zusätzlich hatte ich den Vorteil, dass meine Mitbewohnerin, in die gleiche Klasse eingestuft wurde, sodass wir zu diesen Klassen immer gemeinsam hingehen konnten.

Neben all den Sprachkursen habe ich mich noch für sprachwissenschaftliche sowie literaturwissenschaftliche Kurse, die mir auch an der Universität Salzburg angerechnet wurden, eingeschrieben.

Veronika Valouchová,

5. Semester

Ich erinnere mich immer noch gerne an dieses Auslandssemester. Ich habe nicht nur viel fürs Studium dazugelernt, sondern mich auch persönlich entwickelt: Das erste Mal allein in einer fremden Stadt zu leben und völlig allein auf sich gestellt zu sein, brachte mich sehr viel weiter.

Liebe SWK-Studierende!

Wir freuen uns, wenn Sie einen Erfahrungsbericht oder einen Beitrag für unseren Blog schreiben möchten.

Bei Interesse wenden Sie sich bitte an:

Silja Parke
+43 (0)662 8044 3744
silja.parke@sbg.ac.at

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